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Sie hier, was bislang über das NEW TOWN SWING ORCHESTRA
in der Presse berichtet wurde. |
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| SÄCHSISCHE
ZEITUNG (28.05.2002) |
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Jazzröhre im Blechdschungel
"New Town Swing Orchestra" gastiert im KunstSchloss
Es wäre den Ohren der Zuhörer weitaus besser bekommen,
wäre das Konzert des "New Town Swing Orchestras"
- wie geplant - unter freiem Himmel gespielt worden. Im schönen
frühlingsgrünen Park vom Schloss Hermsdorf. Doch der
Wettergott hat in diesem Frühsommer die Extreme ausgepackt.
Heute heiß, morgen kalt - heute Sonne, morgen Regen.
So zog denn die dreizehnköpfige Bigband in die Kreuzgang-Empfangshalle
des Schlosses und hatte natürlich dort mit dem eigenen
Lautstärkepegel zu kämpfen. Musikalische Feinheiten
gingen dabei leider etwas unter. Und zum Glück war die
Mannschaft nur mit halber Kraft angetreten, denn zum "New
Town Swing Orchestra" gehören eigentliche zwanzig
Köpfe. Doch mit vier Saxofonen, zwei Posaunen, drei Trompeten,
dem Piano, einem Kontrabass, dem Schlagzeug und einer Gitarre
war der Bigbandsound im Stile eines Duke Ellington, Count Basie
oder Glenn Miller garantiert gegeben.
Hinzu kam noch bei einem Gros der Songs die stimmgewaltige
Sängerin Karen Dreikopf. Die steuerte Klassiker wie "The
Lady Is A Tramp", "Dr. Feelgood" oder "Comes
Love" bei. Der "Lady" gab sie ein ganz anderes,
wenn nicht gar souveräneres Auftreten, als das einst der
gute alte Frank Sinatra getan hat. Und bei "As Long As
I'm Swinging" beeindruckte sie damit, in welche Höhen
sie ihre Jazzröhre schrauben konnte. Jedem dieser durchaus
bekannten Songs gab Karen Dreikopf eine - ihre - besondere Fassung.
Die Band hingegen verzichtete wohltuend auf die ganz gängigen
Standards wie den "Chatanooga Cho Cho" oder die "Moonlight
Serenade" und spielt dafür den eher etwas ungekannteren
Teil des Bigband-Repertoires. Das gelang im Entree schon sehr
beeindruckend mit dem lärmend fröhlichen "Hot
Seats" und hatte im ersten Konzertteil seinen Höhepunkt
mit Duke Ellingtons "Caravan", das - neu arrangiert
- durchaus bei jeder Party die Tanzfläche füllen kann.
Der in Hermsdorf mehrfach vom Moderator geäußerte
Wunsch, das Publikum möge mittanzen, wurde ignoriert, oder
konnte an diesem Ort keine Anhänger finden. Es war wohl
dafür doch zu wenig Platz vorhanden.
Effektvolle Soli von den Saxofonen, dem Schlagzeug oder der
Gitarre würzten die Stücke zusätzlich. So arbeitete
sich bei "A Nasty Bit Of Blues" die Trompete ganz
effektvoll aus dem Blechdschungel der Saxofone und Posaunen
hervor, um gleich darauf wieder vom Drumssolo in den Schatten
gestellt zu werden. An anderer Stelle bot ein von Peter Herbolzheimer
arrangiertes Stück einen wunderbar krachigen Sound, der
draußen im Freien sicher noch weitaus mehr Genuss bereitet
hätte, als dass in der Eingangshalle möglich war.
"The New Town Swing Orchestra" gründete sich
bereits 1997 - die Band hat also schon ein erstes kleines Jubiläum
erreichen können - und spielte in der Folge bei allen möglichen
Anlässen. So beim Dampfschifffest, mehrfach im Jazzclub
"Tonne", beim Herbst- und Weinfest in Radebeul oder
bei der Prohibitionsparty im Schloss Nickern. Das Gros der Bandmitglieder
rekrutiert sich aus ehemaligen Musikstudenten des Dresdner Heinrich-Schütz-Konservatoriums.
Und sie nennen sich daher auch wohl ein wenig kokettierend "Amateure",
was aber ganz und gar nicht, oder zumindest nicht mehr, zutrifft.
Musik dieser Art mache ihnen nun einmal riesigen Spaß
- sagten mehrere der Bandmitglieder übereinstimmend -,
davon aber ausschließlich leben zu können, das halten
sie für eine Illusion.
Nichtsdestotrotz haben sie sich ein Outfit zugelegt, das in
punkto Mode ganz trendig wirkt, aber auch dem Film über
den legendären "Cotton Club" in New York entliehen
sein könnte. Dunkelgraue Anzüge mit breiten vertikalen
Streifen, dazu der lässige Hut lassen einen Hauch des Amerika
der 40-er Jahre herüberwehen. Gleichzeitig ein unaufdringlicher
Hinweis auf die Art ihrer Musik.
Von Wolfgang Zimmermann
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| MORGENPOST
(13.08.2001) |
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1200 swingten beim Jazz in Klaffenbach
Swingten,
was die Lunge hergab -
fünf der 19 Mitglieder des "New Town Swing Orchestra".
Foto: Heinz Patzig
Echte Jazzfans kann Kälte nichts anhaben: 1200 Besucher
kamen trotz kühler 14 Grad zum 5. Jazzfestival unter freiem
Himmel in den Schlosshof nach Klaffenbach - und wippten gleich
im Takt der 19-köpfigen Dresdner Swing Big-Band. Spätestens
die gewaltige Stimme von Sydney Ellis ("Summertime")
sorgte auch beim letzten Zuschauer für Gänsehaut.
Und die hatte nichts mit den Temperaturen zu tun. Die Blues-Sängerin
aus Ohio war schon zum zweiten Mal beim Jazz in Klaffenbach
dabei. Auch bei den Musikern des Acoustique Express ging die
Post ab: mit purem Sound von Gitarren, Bass und einem unglaublichen
Geiger. Nach dem Feuerwerk riss das Swing Dance Orchestra das
Publikum dann endgültig von den Bänken: Vor der Bühne
tanzten sich die Fans trotz Kopfsteinpflaster nach Original-Arrangements
aus den 30er Jahren die Füße heiß.
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| DRESDNER
NEUESTE NACHRICHTEN (16.02.2001) |
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Frisch, tanzbar, unverkrampft - und tolle Klamotten
Dresdens "New Town Swing Orchestra" beleben den
Sound der Big Bands mit neuem Leben
Sie tragen tatsächlich nostalgische "Klamotten":
nadelgestreifte Anzüge und Hüte von der Art, wie sie
schon Al Capone trug. So sehen sie aus wie eine Gang der 20er
oder 30er Jahre. "Frisch, tanzbar und unverkrampft",
so artikulieren die 17 jungen Männer und die zwei ebenso
jungen Frauen (Moment, da kommt noch die Sängerin hinzu)
vom New Town Swing Orchestra. Fast alle von ihnen haben in der
Big Band des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden gemeinsam
gespielt, andere waren in anderen Nachwuchsbands oder bei musikalischen
Projekten wie "Rocky Horror Show Dresden" dabei. Dann
sind sie zusammen gekommen, hatten die Idee für ein neues
Orchester, arbeiteten "wie die Teufel" und stellten
im Januar 1997 die Big Band mit dem Neustadt-Touch auf die Beine.
Richtig los gings im Mai des Gründungsjahres, erstmals
öffentlich zur Neueröffnung der "Tonne",
da waren sie noch ganz taufrisch und unbekannt. Aber schon so
gut, dass sie gleich zum Dixielandfestival eingeladen wurden,
Bestätigung und Stimulans. Fast alle Musiker arbeiten als
Amateure, sind Studenten, haben Handwerksberufe, sind Ingenieure,
einer ist Doktor der Physik. Und alle sind noch ganz jung, zwischen
19 und 33, "frisch und unverkrampft", mit tanzbarer
Musik. Aber auch dies: einige der "Alten" sind nicht
mehr dabei, mussten neuen Jobs an anderen Orten nachwandern,
Umbesetzungen machten sich erforderlich.
Wenn die nadelgestreiften Damen und Herren swingen und grooven,
dann zuckt allenthalben das Gebein. Ihre Musik sind Arrangements
von Glenn Miller über Duke Ellington und Count Basie bis
zu Peter Herbolzheimer, sie spielen Bebop, aber auch groovigen
Rock, Funk und südamerikanische Rhythmen. Sängerin
Karen übrigens hat inzwischen ihre erste CD vorgelegt,
ein Billie-Holiday-Programm unter dem Titel "Songs für
a Lady". Sie könnten, sagen die jungen Jazzer, eine
Menge mehr zu tun haben, wenn es eine Menge mehr zu tun denn
gäbe, aber auch eine Amateurband kostet ein paar Mark.
Immerhin stehen nächste Gigs in den kommenden Wochen an,
zum Beispiel die Prohibitionsparty in Hoyerswerda. Ein alter
Leitspruch hält solche wie sie aufrecht: keep it swinging!
Von Karl Knietzsch
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| DRESDNER
NEUESTE NACHRICHTEN (06/2000) |
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Mehr Swing in den Landtag
Auch die Mitglieder des Landtages selbst wünschen sich
mehr Schwung, Verzeihung: Swing, in ihrem Parlament. In der
vergangenen Woche feierte die Carl-Duisberg-Gesellschaft im
Glashaus an der Elbe ihr 75jähriges Bestehen. Dazu spielte
das "New Town Swing Orchestra" aus der Dresdner Neustadt
und versetzte die ganze ehrwürdige Gesellschaft in Schwingungen.
Landtagsvizepräsidentin Andrea Hubrig machte den Vorschlag,
so eine musikalische Unterstützung auch bei Parlamentssitzungen
einzuführen. Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der
zuvor eifrig mitgewippt hatte, versicherte die "volle Unterstützung"
dieses Vorhabens durch die Staatsregierung.
Von Sven Siebert
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